Impfstoff gegen Leishmaniose

Die Leishmaniose ist eine Erkrankung, die vor allem in südlichen Ländern im mediterranen Raum vorkommt und Hunde bei Urlaubsreisen bedroht. Sie ist die häufigste „importierte“ Erkrankung und läßt sich nur sehr schwer therapieren. Eine völlige Elimination des Erregers ist kaum möglich und die Hunde können hier wiederum andere Hunde (und im schlimmsten Falle auch Menschen) anstecken.

Schmetterlings- oder Sandmücken übertragen diese Einzeller, die zunächst von Abwehrzellen in der Haut aufgenommen werden, sich vermehren und sich dann im Körper ausbreiten.

Die Tiere können monate- bis jahrelang symptomfrei sein, im fortgeschrittenen Stadium treten häufig Hautveränderungen auf, es kommt zur Schwellung der Lymphknoten und es können Veränderungen in Leber, Darm, Nieren, Augen, Knochen und Gelenken auftreten. Die Symptome sind daher sehr vielfältig.

Bisher beschränkte sich die Prophylaxe darauf, Hunde zur Hauptaktivitätszeit der Sandmücken
(frühe Morgen- und Abendstunden) von Brutgebieten der Mücken fernzuhalten und einen medikamentellen Mückenschutz mit Protectorband oder Spot on zu versuchen. Jetzt gibt es die Möglichkeit, Hunde durch einen Impfstoff zu schützen. Das Risiko, eine klinische
Erkrankung zu entwickeln, ist bei geimpften Hunden 4 mal geringer als bei ungeimpften Hunden.

Wie wird er angewendet?

Vor der ersten Impfung wird ein Bluttest durchgeführt, um eine bereits bestehende Infektion auszuschließen. Ab einem Alter von 6 Monaten kann die Grundimmunisierung erfolgen.
Dazu erhält der Hund 3 Injektionen im Abstand von 3 Wochen und 1 Jahr nach der 3. Injektion erfolgt eine Boosterung. Danach erfolgt die Impfung jährlich. 4 Wochen nach der letzten Grundimmunisierungsinjektion beginnt die Immunität, die dann 1 Jahr
bis zur nächsten Impfung hält.

ALSO RECHTZEITIG VOR DER GEPLANTEN REISE MIT DER GRUNDIMMUNSIERUNG
BEGINNEN!
(Angaben laut Hersteller)

Hund Tierarzt